Aktuell

Lesezeit
Mi, 13.07.2016 20:30 Uhr
Deutschlandfunk
Julia Kissinas Roman "Elephantinas Moskauer Jahre", gelesen von Nina West

Von Sehnsucht nach dem freien Künstlerdasein gepackt, folgt die junge Elephantina ihrem Literaten-Idol in die Katakomben Moskaus. Der rotgesichtige Dichterguru Pomidor, ein Mann in den besten Jahren, prominenter Kopf der Avantgarde, hat sie die ‘neue Achmatowa‘ genannt. Vergessen das provinzielle Kiew, die öde Kunstschule. Durch Bahnhöfe, Theatergarderoben und Museen von einer Schlafstatt zur nächsten irrend, findet die nonnenhaft gekleidete Nomadin eine Wohnung, die sie schon bald in eine Künstlerkolonie verwandelt.

Deutschlandrundfahrt
So, 12.06.2016 11:05 Uhr
Deutschlandradio Kultur

Vom Pulverfass zum Baumhaushotel
Unterwegs im niedersächsischen Dörverden
Von Nina West

Die Gemeinde Dörverden im ländlichen Niedersachsen klingt zunächst nach einer Gegend, in der das Leben ziemlich ruhig dahinfließt. Und doch verbirgt sich hier eine Geschichte, die die scheinbar friedliche Idylle einst sehr durcheinanderbrachte und bis heute die Menschen prägt. Sie beginnt Anfang der 80er-Jahre, als das Leben im Gleichgewicht der Mächte erstarrt scheint. Die Fronten sind klar: Hier die Nato, dort der Ostblock. Der Wald birgt eine Altlast aus der Zeit des Nationalsozialismus: das Gelände einer Pulverfabrik. Teile davon nutzt die Bundeswehr nach dem Krieg als Kaserne. 1983 zieht nebenan ins Haus Drübberholz eine Kommune aus Städtern. Sie wollen selbstbestimmt leben und gleichberechtigt arbeiten, misstrauisch beäugt von den Einheimischen. Als die Autorin Nina West dort ein mehrtägiges Silvesterspektakel erlebt, fasziniert sie die wenig reglementierte Atmosphäre. Für eineinhalb Jahre zieht sie ein. Nun kommt die Autorin nach 23 Jahren wieder dorthin, schaut sich um und blickt zurück. Eine persönliche Spurensuche zwischen gestern und heute.
(Wiederholung vom 27.09.2016)

45 Min
Mo, 06.06.2016 22:00 Uhr
Polizei unter Druck
NDR

Die Polizei muss an immer mehr Orten immer mehr Präsenz zeigen: Terrorabwehr, Fußballspiele, Demonstrationen, Flüchtlingsunterkünfte, Einbrüche, Grenzsicherung. Die Liste der Einsätze ist lang, doch nach Aussage der Gewerkschaften werden seit Jahren immer mehr Stellen gestrichen. Insgesamt haben die deutschen Polizisten im vergangenen Jahr knapp 20 Millionen Überstunden angehäuft, kein Mensch weiß, wie die abgebaut werden sollen.
Gleichzeitig klagen Polizisten über mangelnden Respekt in der Bevölkerung - sogar über Sorgen um ihre eigene Sicherheit - "die Polizei, dein Freund und Helfer", das war einmal.
Redaktion: Kathrin Becker
Autor/in: Djamila Benkhelouf und Nino Seidel
Sprecherin: Nina West

Festakt 30 Jahre ALG
Sa, 28.05.2016 20 Uhr
Akademie der Künste

Lesung
„Dieses ganze romanhafte Lügen ...
hängt mir ziemlich zum Halse heraus.“
Über das Schreiben
Mit Richard Haus, Wanja Mues,
Nina West
Musik von modern notion duo

Suhrkamp Buchpremiere
Gespräch und Lesung
"Elephantinas Moskauer Jahre" von Julia Kissina
Di, 17.05.2016, 19:30 Uhr
Potsdamer Straße 98

Wie eine junge Frau aus Kiew loszog, in Moskau ihr Glück zu suchen
Eine éducation sentimentale in kräftigen Farben, episodenreich und voller Temperament und Gelächter.
Moderation: Hubert Winkels
Lesung: Nina West

Feature
Das dunkle Geheimnis von Treuenbrietzen
Sa, 30.04.2016 18:00 Uhr
rbb

Der 23. April ist ein Gedenktag in Treuenbrietzen. 1945 wurden hier 127 italienische Zwangsarbeiter in einer Sandgrube erschossen. Wenige Tage vor Kriegsende. Antonio Ceseri überlebte, weil er sich tot stellte. Über das Massaker hat er lange geschwiegen. Auch in Treuenbrietzen sprach man nicht wieder darüber. Seit Mitte der 90er Jahre zwei Lehrer den Fall neu aufrollten, entsteht langsam eine Gedenkkultur. Nun endlich spricht auch Antonio Ceseri über Verdrängung und Versöhnung. Seither kommt der 92-Jährige jedes Jahr wieder aus Italien nach Treuenbrietzen zurück.
Ein Film von Katalin Ambrus und Nina Mair
Sprecherin: Nina West

Lesung und Gespräch
Di, 22.03.2016 20:00 Uhr
Sendetermin: Sa, 27.03.2016, 20:05 Uhr
Literarisches Colloquium Berlin

Juli Zeh ist eine der intellektuell und politisch profiliertesten Autorinnen der Gegenwart. In ihrem neuen Roman, der erstmals im Münchner Luchterhand Verlag erscheint, wendet sich Juli Zeh der Provinz in Brandenburg zu, einer Gegend, wo sie auch lebt. Manchmal kann die Idylle auch die Hölle sein. Wie das Dorf „Unterleuten” irgendwo im weiteren Berliner Umland. Wer nur einen flüchtigen Blick auf das Dorf wirft, ist bezaubert von den altertümlichen Namen der Nachbargemeinden, von den schrulligen Originalen, die den Ort nach der Wende prägen, von der unberührten Natur mit den seltenen Vogelarten, von den kleinen Häusern, die sich Stadtflüchtlinge aus Berlin gerne kaufen, um sich den Traum von einem unschuldigen und unverdorbenen Leben außerhalb der Hauptstadthektik zu erfüllen. Doch als eine Investmentfirma einen Windpark in unmittelbarer Nähe der Ortschaft errichten will, brechen Streitigkeiten wieder auf, die lange Zeit unterdrückt wurden. In Brandenburg bricht die Hölle los...Mit „Unterleuten” (Luchterhand Verlag) hat Juli Zeh einen Gesellschaftsroman über die wichtigen Fragen unserer Zeit geschrieben, der sich zu einem spannenden Thriller auswächst. Gibt es im 21. Jahrhundert noch eine Moral jenseits des Eigeninteresses? Woran glauben wir? Und wie kommt es, dass immer alle nur das Beste wollen, und am Ende trotzdem Schreckliches passiert? Das sind einige der vielen Fragen, die im Roman aufgeworfen werden.
Gesprächspartner: Eva Menasse und Tobias Lehmkuhl
Moderation: Hubert Winkels
Lesung: Nina West
In Zusammenarbeit mit dem Deutschlandfunk.

Augenschmaus
Vom 07.02. bis 27.03. jeweils sonntags
acht neue Folgen
Arte

Die Dokumentationsreihe „Augenschmaus“ bietet kulinarische Ausflüge in die Welt der Kultur: Ausgehend von Kunstwerken, welche die typische Küche einer bestimmten Epoche in Szene setzen, analysieren Kunsthistoriker und Geschichtswissenschaftler die Gastronomie dieser Zeit. Was aßen die Menschen damals? Welche Essgewohnheiten und Rituale hatten sie? Wie sahen Besteck und Geschirr aus? Auch der historische Kontext und die künstlerische Strömung, der das jeweilige Werk angehört, werden beleuchtet. Andere Zeiten, andere (Tisch-)Sitten – in „Augenschmaus“ untersuchen renommierte Fachleute künstlerische und kulinarische Trends von der Steinzeit bis zur Popkultur der Moderne. Außerdem kochen große Küchenchefs die Gerichte in der Sendung nach.

Buchmesse Leipzig
Sa, 19.03.2016 22:00 Uhr
Träume und Magie der Freiheit in Europa seit 1989.
Die Diktatur auf dem Scheiterhaufen, Träume und Wirklichkeit der Freiheit seit 1989
naTo
(Karl-Liebknecht-Str. 46, 04275 Leipzig)

Lesung und Gespräch mit István Kemény und György Dragomán
Mit den Autoren spricht Lothar Müller, Feuilleton-Redakteur des Süddeutschen Zeitung. Es liest Nina West.

Lesung
Der Ort, an dem die Reise endet
von Yvonne Adhiambo Owuor
Do, 10.03.2016 20 Uhr
Literarisches Colloquium Berlin

»Owuor macht etwas Seltenes und Mutiges: Sie fühlt und lässt ihre Leser fühlen.« TAIYE SELASI
›Der Ort, an dem die Reise endet‹ ist ein großer Roman über eine versehrte Familie und ein zerrissenes Land. Mit einer Sprache, die einem den Atem raubt, voller Kraft und Intensität, erzählt Yvonne Adhiambo Owuor eine Geschichte von universeller Dringlichkeit – eine Geschichte von Macht und Täuschung, von unerwiderter Liebe und dem unbeirrbaren Willen zum Überleben.
Die Autorin stellt Ihren Roman vor in Lesung und Gespräch.
Lesung aus der deutschen Übersetzung: Nina West

45 Min
Jagd auf das Erbe
Mo, 29.02.2016 22:00 Uhr
NDR

Fette Jahre für die Erben. Nie wurde so viel vererbt wie heute: 250 Milliarden Euro pro Jahr. Doch nicht immer gleicht das Erbe einem Sechser im Lotto - denn mehr als die Hälfte der Deutschen hat gar nichts oder nur Schulden zu erwarten. In vielen Fällen droht sogar ein Erbstreit, der Familien zerstören kann. Denn selbst ein Testament ist keine sichere Lösung. Schuld ist häufig das komplizierte deutsche Erbrecht, an dem Anwälte, Steuerberater, Erbenermittler und auch der Staat kräftig mitverdienen. Wie gerecht ist das Erben?
Ein Film von Alexander Czogalla
Redaktion: Barbara Denz
Sprecherin: Nina West

Zeitfragen
Europa in der Sackgasse
Weshalb die Europäische Union wirklich in der Krise ist
Mo, 08.02.2016 19:30 Uhr
Deutschlandradio Kultur

Die europäische Einigung verliert an Unterstützung. Von Ungarn bis Großbritannien, von Finnland bis Portugal erzielen europafeindliche Parteien Wahlerfolge, zuletzt in Frankreich der rechtsextreme Front National. Seit den Verhandlungen um die griechischen Staatsschulden liegen die Bruchlinien offen zutage: Deutschland und seine nordeuropäischen Verbündeten verlangen eine Politik des unbedingten und sofortigen Schuldenabbaus. "Die deutsche Regierung hat einem kleinen Mitgliedsland Bedingungen aufgezwungen, die früher nur mit Waffengewalt hätten durchgesetzt werden können", kommentierte damals der französische Figaro und sprach vielen aus dem Herzen. Woran krankt die Eurozone?
Von Matthias Becker
Sprecher: Joachim Schönfeld und Nina West

Lesung
Der Scheiterhaufen
von György Dragomán
Do, 04.02.2016 20 Uhr
Literarisches Colloquium Berlin

György Dragománs Roman „Der weiße König“ erschien 2005 (dt.: 2008) und nun ist sein neues Buch „Der Scheiterhaufen“ in der Übersetzung von Lacy Kornitzer bei Suhrkamp erschienen. Emma, eine dreizehnjährige Waise, wächst im Internat auf. Ihre Eltern sollen bei einem Autounfall ums Leben gekommen sein. Eines Tages erscheint eine Unbekannte, die sich als ihre Großmutter ausgibt. Wieder schreibt Dragomán aus einer Kindheitsperspektive. Es wird vom Umbruch in Rumänien nach der Ära Ceausescu erzählt – viel von Schuld und wenig von Sühne. Die SZ resümiert in ihrer Besprechung: „Die Prosa Dragománs wirbelt die Zeitgeschichte auf und erobert ein Stück Europa in der Umbruch- und Schreckenszeit um 1989/90 für die Literatur: als Bildersturm aus Kindermündern, der den Roman dem gängigen Realismus entführt. (...) ein Ereignis.“
Moderation: Thomas Geigher
Lesung aus der deutschen Übersetzung: Nina West

Dokumentation
Das zweite Leben des Johannes Groschupf
Wie Phönix aus der Asche
Sa, 23.01.2016 18 Uhr
rbb

Der Berliner Reisejournalist Johannes Groschupf flog in einem Hubschrauber über die Algerische Sahara, als dieser abstürzte und in Flammen aufging. 13 Menschen kamen darin um, nur der algerische Copilot und er überlebten. Schwerverletzt rettete Groschupf sich aus dem lodernden Wrack, seine Haut war bis zu 80% verbrannt.
Das ist jetzt 21 Jahre her. Groschupf hat sich wieder aufgerafft, hat die Chance genutzt und sein zweites Leben völlig neu begonnen. Er hat seine Erlebnisse in einem autobiographischen Roman verarbeitet und beschlossen, Schriftsteller zu werden.
Ein Film von Petra Cyrus
Sprecherin: Nina West

45 Min
Glaubensfrage Ernährung
Mo, 18.01.2016 22:00 Uhr
NDR

Vegan, vegetarisch, zuckerfrei, glutenfrei, lactosefrei: gesunde Lebensmittel auszuwählen, ist inzwischen eine Wissenschaft für sich. Wer sich bewusst ernähren möchte, hat die Qual der Wahl. Manch eine Verpackung liest sich schon fast wie ein Rezeptbuch. Die Lebensmittelindustrie lockt mit Versprechungen wie "verbessert das Immunsystem" oder "verringert die Müdigkeit". Es gibt kaum noch ein Produkt ohne Zusätze wie Vitamine, Antioxidantien, Eisen und sogar Gummibärchen mit Kollagen. 45 Min fragt: Tragen diese Nahrungsmittel wirklich zu einer gesünderen Ernährung bei?
Ein Film von Djamila Benkhelouf und Philipp Kafsack.
Redaktion: Kathrin Becker
Sprecherin: Nina West

37°
Dorf des Vergessens
Selbstbestimmt leben mit Demenz
Di, 12.01.2016
ZDF

37° begleitet Bewohner des ersten sogenannten Demenzdorfes in Deutschland über ein halbes Jahr, erzählt ihre persönlichen Geschichten und die ihrer Angehörigen.
Die Menschen, die in Tönebön leben, verstehen die Welt nicht mehr. Zur Philosophie des Hauses gehört, sie nicht andauernd mit dem Verlust ihrer Erinnerung und des Denkvermögens zu konfrontieren, sondern sie zu Selbständigkeit zu motivieren.
Ein Film von Jana Matthes und Andrea Schramm
Sprecherin: Nina West

Reportage
"Von der Revolution zur Realität"
So, 27.12.2015
N24

Ein Film von Charlotte Krüger und Stefan Aust
Sprecher: Stefan Aust und Nina West

45 Min
Die Flüchtlingsambulanz
Mo, 07.12.2015 22:00 Uhr
NDR

Fremd in einem neuen Land, ohne die Sprache zu sprechen und krank sein? Vielen Flüchtlingen geht es so. Arabisch sprechende Ärzte helfen da - auch, wenn es ums Trösten geht.
Die Flüchtlingssituation in Deutschland wird immer prekärer. Viele der Erstaufnahmelager sind überfüllt. Die Einrichtung in Neumünster ist für 1.500 Flüchtlinge ausgelegt, aktuell wohnen dort aber über 5.000 Menschen.
Das städtische Friedrich-Ebert-Krankenhaus ist fußläufig von dieser Einrichtung entfernt und vor allem nachts und am Wochenende Anlaufstelle für viele Flüchtlinge. Die Ambulanz des Krankenhauses ist ständig überlastet. Das Krankenhaus hat Mitte Oktober deshalb eine deutschlandweit einzigartige Ambulanz für Flüchtlinge eröffnet. Arabisch sprechende Ärzte und Pflegekräfte, selbst Flüchtlinge, sollen die Neuankömmlinge versorgen und die reguläre Ambulanz damit entlasten.
Ein Film von Caroline Rollinger und Willem Konrad
Sprecherin: Nina West

Nachspiel
Sendung vom 04.01.2015
Wiederholung am So, 29.11.2015 18:05 Uhr
Deutschlandradio Kultur
Vom Spiel mit der Schwerkraft
Das Trampolin ist mehr als ein Sportgerät

Piloten üben ihre Koordination, Astronauten bauen nach der Heimkehr aus dem All ihre Muskeln damit auf, Behinderte erfahren Bewegung - und diese Aufzählung lässt sich ohne große Mühe fortsetzen. Turner wie Daniel Schmidt gewinnen Medaillen, Artisten wie Christophe Hamel begeistern ihr Varieté-Publikum und Kinder wie Emanuel aus Berlin toben und spielen darauf. Das Trampolin ist mehr als ein Sportgerät. 1928 in den USA erstmals gebaut, erfreut es sich längst großer Beliebtheit - kein Wunder, wo es doch so vielseitig einsetzbar ist. Und die Geräte werden ständig weiterentwickelt. Aber Vorsicht! Auch für das Springen als Freizeitvergnügen gilt: Wer das Glück der Schwerelosigkeit ungetrübt genießen will, sollte einige Sicherheitsregeln beachten.
Von Nina West

Dokumentation
Die Volkswagen-Story
Wie ein Konzern seinen guten Ruf verspielte
Mo, 16.11.2015 22:45 Uhr
ARD

Volkswagen steht im Mittelpunkt eines der größten Skandale der deutschen Industriegeschichte. Der Film hat die Hintergründe des Skandals recherchiert und zeigt, wie der Konzern schon seit Jahren in Affären verstrickt ist. Mal geht es um Industriespionage, mal um Korruption und Prostituierte. Der Film macht deutlich, wie in der Führungsetage des Konzerns ein Geflecht aus Abhängigkeiten sowie ein Klima aus übertriebenem Ehrgeiz und Angst entstand - und Ingenieure schließlich eine illegale Abgas-Software in Millionen Autos bauten. Der Film zeigt aber auch, wie der VW-Konzern versucht, aus der Krise wieder herauszukommen.
Ein Film von Carsten Binsack, Maik Gizinski, Stephan Lamby und Britta Reuther
Sprecherin: Nina West

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